Autor Thema: Freigabe von PC25/PC31 Felgen  (Gelesen 305 mal)

infinytumb

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Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« am: 10 Februar 2019, 17:52:30 »
Hallo!

Ich bräuchte wieder einmal eure Unterstrützung. Ich würde gerne Felgen der PC25 oder PC31 bei meiner VF1000R einbauen. Technisch habe ich das halbwegs im Griff. Die Eintragung in den Typenschein funktioniert aber in Österreich ein wenig anders als in D. Entweder bestätigt der Hersteller der Felgen die unbedenkliche Verwendung in der VF1000R - das ist praktisch ausgeschlossen oder man legt ein Zertifikat eines Sachverständigen vor.
Soweit ich das verstanden habe, läuft die Eintragung in D über den TÜV. Gibt es dafür eine Zertifikat auf das ich mich berufen kann oder wird das direkt in die Papiere eingetragen? Welche TÜV Prüfstelle hat bereits solche Felgen geprüft und freigegeben, damit ich dort nachfragen kann?

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Andreas

Faxe

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  • Axel
Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #1 am: 14 Februar 2019, 12:32:13 »
Die Info wirst Du von der Prüfstelle nicht bekommen ....

Es läuft so ab, dass Du mit dem umgebauten Motorrad zu einer Prüfstelle fährst. Dort schaut sich der Sachverständige das an und erstellt dann ein Gutachten und die Eintragung für die Kfz-Papiere.

Je nachdem wie der drauf ist, geht das leichter oder auch nicht.

Er kann ein Gutachten für die Scheißnaht an der hinteren Bremssattelabstützung fordern. Evt. ist eine Testfahrt erforderlich. ....

Meine Unterlagen werden Dir wenig nutzen, da ich hinten auch PC25 Felge fahre und jede Eintragung an eine Fahrgestellnummer gebunden ist.


Ralwood

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #2 am: 14 Februar 2019, 20:21:56 »
Hallo
Du müsstest mal nachfragen, was genau mit " Zertifikat" gemeint ist, wie Faxe schon sacht, gibts von der TÜV Stelle ein Gutachten mit den neuen Fahrzeugdaten, damit geht man dann zum Amt und lässt das in die Papiere schreiben. Inzwischen sind bei uns die Prüfer aber sehr zurückhaltend mit derartigen Eintragungen, bei meinem letzten Umbau hatte ich bereits massive Schwierigkeiten. Auf der 1000R  fahre ich vorn PC 31 3,5 Zoll mit 120/70 ( ist baugleich mit RC 36/1,Sevenfifty usw.) und hinten 5 Zoll PC 31 mit 160/ 60. Auf dem Gutachten ist unten angemerkt  " Dieses Gutachten ist nicht auf andere Fahrzeuge übertragbar"        Gruss Ralf
« Letzte Änderung: 14 Februar 2019, 20:44:04 von Ralwood »

Ralwood

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #3 am: 16 Februar 2019, 10:47:17 »
Hallo
@ Andreas, wenn Du meinst, das Gutachten vom deutschen TÜV könnte Dir bei der Eintragung behilflich sein, kann ich es Dir gern per PN zusenden, dann kannst Du bei Deinen Behörden anfragen, ob das Dokument in irgendeiner Form weiterhilft.
Gruss Ralf
PS: Bist Du eigentlich mit der Serienbremsleistung Deiner R zufrieden oder möchtest Du im Zuge des Radumbaus auch gleich die Bremsanlage aufrüsten???

ThunderS

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #4 am: 16 Februar 2019, 18:03:48 »
Moin
gibt es denn einen besonderen Grund für den Umbau? Felgen haben Höhenschlag, sind verwittert, ausgerissene Gewinde, Alugammel im Felgenbett, Nieten lose? Die CBR-Felgen machen in der "R" keinen sensationellen Eindruck, meiner Meinung nach. Ein 150er Brückenstein auf der 3,5er Felge hinten wird von unserem TÜVler noch geduldet. Genauso der 150er Avon den ich z.Zt. fahre. Er baut auf Originalfelge 155mm breit, ein 160er Michelin auf CBR-Felge 159mm. Mal von der Tachoangleichung und der Einzelabnahme mit Testfahrt für ca. 300 Kracher abgesehen, ist die 1000R im Originalen schön genug, finde ich.
Gruß Thunder

Ralwood

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #5 am: 16 Februar 2019, 20:48:16 »
Hallo
Beim Felgenumbau gehts doch nicht um die Optik, wenn man die R einmal mit einem 17 Zoll Fahrwerk probegefahren ist, bleiben keine Fragen offen, ein himmelweiter Unterschied. Bei mir gab eine defekte Hinterradfelge ( gelockerte Verbindungen) den Impuls zur Umrüstung, aber auch ohne einen vorliegenden Defekt lohnt sich der Umbau. Hinsichtlich der Orginalität ist das natürlich fragwürdig, aber es ist ja alles rückstandsfrei rückrüstbar und der Zugewinn an Fahrdynamik ist den Aufwand allemal wert.
Gruss Ralf

Faxe

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #6 am: 18 Februar 2019, 10:38:43 »
... gibt es denn einen besonderen Grund für den Umbau?

Weil ich es drauf habe und es kann ;) Und um allen zu zeigen was für ein geiler Typ ich bin  8)

Bei mir ist eher die Vorderachse der Grund. Der Wechsel von ME33 auf BT45 war schon ein Lichtblick, auf nen modernen Radial ist nochmal was anderes, Reifenbreite hinten ist eher sekundär.

P.S.: Welche Tachoangleichung? Ich habe keine. Und das Eintragen war deutlich günstiger  :o

Ralwood

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #7 am: 21 Februar 2019, 19:24:46 »
Hallo
Zum Tacho: Der Abrollumfang des Originalreifens 120/ 80 16= 1806 mm
                  Der Abrollumfang des neuen Pneu 120/70 17= 1812 mm
Will heissen eine Abweichung ist schlicht nicht vorhanden und wird daher vom Prüfer auch nicht angesprochen.
Bei mir lag der Preis schon im Bereich von 300 Euro, weil der Herr Prüfer intensiv über das Verhältnis von der Grösse Fussbremszylinder zu
Hinterradbremssattel recherchiert hat ( gaaaanz wichtich :o) und zudem 20 Minuten über die Autobahn gebrettert ist. Ausserdem bestand er
darauf die von mir gewählte Endübersetzung einzutragen. Da sind die Herrn Inschinöre dann wohl unterschiedlich im Verhalten.......
Gruss Ralf 

infinytumb

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #8 am: 22 Februar 2019, 21:09:06 »
Hallo!

Danke an alle für den Input. Mit so einer regen Diskussion habe ich gar nicht gerechnet.
Nach Rücksprache mit der Behörde gehe ich fix davon aus, dass eine Kopie eines Gutachtens vom TÜV reichen würde.
Wir in Österreich ticken da ein wenig anders. Die Behörde macht keine Gutachten, sondern geht davon aus, dass der Zulassungsbesitzer entsprechende Unterlagen des Herstellers oder eines geprüften Technikers vorlegt. Ich weiss auch von Schrauberkollegen, dass der Verweis auf einen bereits eingetragenen Umbau für die Eintragung ausreichend ist. Nur gibt es halt in Östereich noch keine umgebaute VF1000R. Momentan sind in ganz Österreich 3 Stück zugelassen.
Daher würde ich das Angebot von Railwood gerne annehmen.

Abschließend noch die Antwort warum ich das machen möchte: Weil ich schrauben will, weil ich neues Reifenmaterial aufziehen möchte, weil die Optik der Originalbereifung doch nicht das ist was ich mir vorstelle und vor allem weil ich es einfach will.
Ja das ist unvernünftig. Aber wenn ich vernünftig wäre, dann hätte ich nach den ersten Erfahrungen mit der VF1000R aus dem Jahr 1991 nicht vor einem Jahr wieder eine gekauft.

Andreas

Ralwood

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #9 am: 23 Februar 2019, 17:16:29 »
Hallo
Ich habe Dir eine Kopie des Gutachtens an Deine Privatadresse gesandt. Falls Du noch Infos zum Radumbau oder Bremsanlage benötigst einfach melden.
Gruss Ralf

Faxe

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #10 am: 25 Februar 2019, 08:52:15 »
... intensiv über das Verhältnis von der Grösse Fussbremszylinder zu Hinterradbremssattel recherchiert hat ( gaaaanz wichtich :o) ...

Das konnte ich umgehen, weil auf meinem RepSatz für den hinteren Hauptbremszylinder von TourMax sowohl VF1000R 84-86 wie auch CBR600F 91-94 angegeben waren -> Beide haben die gleiche Pumpe für den jeweiligen Bremssattel.

Wenn Du noch was für PC25 braucht, kann ich Dir das auch schicken Andreas. Ich habe keine PC31 Felge hinten ...

Axel

ThunderS

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #11 am: 27 März 2019, 21:45:58 »
News?
Habe gerade mal nachgesehen ob sich hier was tut. Das ich nach dem Grund gefragt habe kommt natürlich nie wieder vor. Nicht weil ich div. in-und ausländische VFR-Teilehöker kenne oder weiß woher man eine noch brauchbare 1000R-Felge bekommt, sondern weil ich auch ein geiler Macker bin und niveaulose Kommentare überlese. Die TÜV-Prüfer, die fast täglich bei meinem Chef herumschleichen würden selbstverständlich eine Tachoangleichung (Koso-Digi. usw.) verlangen. Ebenso hat der Reifenmaße-Auszug von einem Prüfer bezüglich der 120/70/17  etwas ganz anderes ergeben. Ich staune natürlich auch über einen 160er Reifen auf einer Felge, auf die sonst ein 180/190er gehört. Den 160er habe ich sonst auf einer 4,5er für meine Supermoto. Da geht dann schon noch die Kette am Reifen vorbei und die Karkasse baut nicht so fürchterlich flach. Mal von dem Radumfang abgesehen, der muß bei 160/60er auf 5Zoll echt zwergig werden. Da hilft dann nur noch was mit der Übersetzung zu machen, sonst wird`s langweilig. Für mich gehören die Original-Räder an das Bike ebenso wie die zwei Ofenrohre und die Bolle-Spiegel, aber just my 2 Cents.
Gruß Thunderella

vf1000oldie

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #12 am: 28 März 2019, 16:41:24 »
moinsen,
möchte zum Thema mal was hoffentlich hilfreiches beitragen.Vorn beträgt der Unterschied des Abrollumfangs rechnerisch 4mm!(1819mm zu 1823) Tachoabweichung 0!
Hinten wird es problematisch, der Durchmesser des 160er ist 32mm kleiner (656mm zu 624mm) Dadurch sinkt das Heck 16mm tiefer! Ein längeres Federbein (+10mm) wäre hier sinnvoll.Der 160er kann durchaus auf der 4,5 sowie 5 Zoll Felge gefahren werden,180/190er verlangen in Abhängigkeit vom Querschnitt nach 5,5-6 Zoll!
Was vergessen......
VF1000oldie

Ralwood

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #13 am: 28 März 2019, 18:50:42 »
Hallo
So wie VF oldie das schreibt sehe ich das halt auch, die Abrollumfänge kann man zB auch in den Betriebsanleitungen von MotoGadget Tachos etc. nachlesen, die Abweichung fällt getrost unter Anzeigetoleranz. Die passende Felge für den 160/60 17 haben wir uns ja nicht ausgedacht, die Honda CBR 600 PC 25/31 wurde werksseitig mit diesem Reifen ausgeliefert, bei der PC 25 auf einer 4,5 Zoll Felge und bei der PC 31 auf besagter 5 Zoll Felge, daher passt das zusammen. Der kleinere hintere Abrollumfang wird übersetzungstechnisch eben über das Kettenrad kompensiert, das kann man sich ja entsprechend ausrechnen. Das die Hinterhand tiefer liegt hat sich fahrdynamisch bei mir nicht negativ geäussert, ich fahre ein Wilbers Federbein in Standardlänge. @Thunder: Die Bemerkung von Faxe war gewiss nicht böse gemeint, jeder soll den Ofen so fahren und erhalten, wie er es verantworten kann, nur das so viele Besitzer hinsichtlich des Fahrwerks Veränderungen vornehmen hat natürlich seinen Grund, und dieser Grund hat mit der Optik nix zu tun, denn die R wird dadurch nicht schöner, sie fährt sich nur deutlich besser.
Gruss Ralf       
« Letzte Änderung: 28 März 2019, 19:28:00 von Ralwood »

infinytumb

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Re: Freigabe von PC25/PC31 Felgen
« Antwort #14 am: 10 April 2019, 19:52:03 »
Es ist Zeit für ein Update.
Also dass mir unsere Behörde die Felgen einträgt, nur weil ich mit einem dt. Zertifikat winke, war zu viel erwartet. Aber der TÜV Austria sieht kein Problem mir für den Umbau ein Zertifikat auszustellen. Wichtig sind dem Techniker die Achslasten (die der PC31 sind höher als die der SC16) und das die Räder freigängig laufen. Je nach verbleibendem Raum muss auf eine Reifenmarke/type eingeschränkt werden oder es git eine Freigabe für alle Reifen der Dimension 160/60-17.
Bei den Abrollumfängen der Vorderreifen ergeben sich 3% Abweichung. Das macht keine andere Übersetzung des Tachos notwendig (sagt der TÜV). Der Abrollumfang des Hinterrades wurde nicht angesprochen und ich werde es auch nicht tun.
Ich mache mich also mal ans schrauben.