Autor Thema: Synchronisation  (Gelesen 3704 mal)

Markus_H

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Synchronisation
« am: 12 März 2016, 14:04:42 »
Hallo,

ich habe verzweifelt versucht, die Vergaser zu synchronisieren.
Vorgeschichte: Vergaser wurden komplett auseinander genommen, gereinigt
(Ultraschallbad), überholt (Düsen, O-Ringe etc. neu) und wieder zusammengebaut.
Ganz schöne frickelei alles in allem !

Maschine ist dann auch sehr gut angesprungen (oh Wunder), lief vom Geräusch her auch relativ rund. Beim Synchronisieren allerdings habe ich wahrscheinlich den Fehler gemacht, zu viele Verstellungen vorgenommen zu haben.
Meine Fragen dazu: habt ihr Erfahrung mit der Synchronisation der V4? Habt Ihr Tipps dazu? Allein an die Verstellschraube für die beiden vorderen Vergaser ran zu kommen ist schier unmöglich (trotz entsprechenden Winkelschraubendreher)
Welche Unterdrücke liegen bei Euch vor? (bei mir -0,22 an den beiden Vorderen, -0,42 an den Hinteren)
Wie ihr seht: Welten voneinander entfernt........
Ich werde die Vergaser wieder ausbauen, mir anschauen wie unterschiedlich diese verstellt sind, wieder eine Grundeinstellung vornehmen und das ganze noch mal von vorne beginnen........
Frage: ich weiß das bei den ganz normalen VF-Modellen in den vorderen Vergasern längere Federn verbaut sind. Ist das bei den R-Modellen auch so? Werde ich mal kontrollieren, ist beim Zusammenbau nicht beachtet worden.
Laut Zeichnung haben die R-Modelle an allen 4 Gasern die gleichen Ferdern drin.

Also: Wer hat Erfahrung mit der Synchronisation speziell an den V4?

Danke und Gruß
Markus


OausS

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Re: Synchronisation
« Antwort #1 am: 13 März 2016, 17:33:39 »
Hey Markus !!!
Das ist ganz einfach. Lasse die Vergaser erst mal dir. Eine Vergaser kannst du nicht einstellen.
Vergaser nur 2 vorn links. Alle anderen muss du auf diesen Wert einstellen. Ist 
egal was der Anzeigt. Gruss Jürgen

OausS

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Re: Synchronisation
« Antwort #2 am: 13 März 2016, 17:43:52 »
Hey !!!
Federn sind alle gleich lang. Am besten Rufe mal an. Habe da noch ein paar Tipps. Nummer hast du ja. Gruss  Jürgen

Andreas Jäger

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Re: Synchronisation
« Antwort #3 am: 15 März 2016, 10:45:35 »
Hallo, an ich weis nicht, die vorderen Feder der Unterdruckdosen sind bei mir länger als die hinteren, ferner sind/ist der Düsenstock der Hauptdüsen unterschiedlich.
aber nun zu Vergasersynchronisieren:
Mir hat ein alter Haudegen mal einen Tipp gegeben, der hat auch alles gerichtet was einen Motor hatte. Und da man schlecht zu synchronisieren an die Vergaser kommt hab ich doch mal glatt ausprobiert was der Künstler mir geraten hat.
Wie schon erwähnt kannst du den ersten Vergaser nicht einstellen der ist das maß aller Dinge. Bau dir ein Kugellager auseinander, nimm dir vier kugeln von dem Kugellager, BITTE aber nur bei ausgebautem Vergaser!!! Leg die Kugeln vom Kugellager oben auf die Drosselklappen, jetzt stellst du deinen ersten Vergaser (Drosselklappe) so fest, das die Kugel gerade so durch fällt, dann drehst du den zweiten auch so weit auf/zu bis er genau mit der ersten durchfällt, so stellst du auch drei und vier ein.
Hab ich gemacht, war einfacher mal so was zu Probieren als sich die Finger zu brechen.
Hab nach dem Einbau der Vergaser meine Uhren drangehängt und das Ergebnis konnte sich sehen lasen. Das ganze hab ich bei einer VF1000F gemacht, sie läuft im stand ruhig, dreht von unten sauber raus und ich muss ehrlich zugeben, ich hab den Eindruck die läuft besser als meine R. na ja meine R hab ich im Herbst bekommen, nur mal getestet, sie übern Winter zerlegt, und kann sie eigentlich jetzt mal richtig testen.
Das gleiche vorgehen hab ich bei der R auch gemacht, na im Stand läuft sie mal sauber, Uhren sind auch nicht schlecht den Rest sehe, ich sobald der Schnee weg ist.
Ist ein versuch wert!

Gruß Andreas   

OausS

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Re: Synchronisation
« Antwort #4 am: 15 März 2016, 20:42:20 »
Hallo Andreas !!!
Nachmeiner Ansicht synchronisiert man die Vergaser aber nur bei warmen Motor. Die 3 kleinen Federn sind laut Honda Ersatzteilkatalog alle gleich lang. Gruß Jürgen

Andreas Jäger

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Re: Synchronisation
« Antwort #5 am: 15 März 2016, 22:14:03 »
drei Federn? meinst du die Federn an den Verstellschrauben?
Da haben wir aneinander vorbei geredet. Ich meinte die in den Unterdruckdosen, da wo die Schieber drin sind. Na ja, ich hab auch probiert mit warmen Motor und Winkelschraubendreher, na ja erst mal findest die schrauben nicht, die Uhren sind unruhig, kannst dich nicht auf alle vier konzentrieren, na ja ich hab nicht gesagt das ich alles richtig mache, war ja nur ein Tipp den ich bekommen hab und scheinbar hats bei mir funktioniert. ;)   

OausS

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Re: Synchronisation
« Antwort #6 am: 16 März 2016, 19:13:02 »
Hey !!!
Auch die Federn im Schieber sind alle gleich lang.
Das das  Synchronisieren ein wenig Fingerspitzengefühl braucht und nicht einfach ist, ist klar. Aber wenn die Vorarbeit ok ist müsste es kein Problem sein. Jürgen

Peter

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Re: Synchronisation
« Antwort #7 am: 16 März 2016, 19:35:59 »
Hallo zusammen,

ich finde die von Andreas beschriebene Methode (mit den Kugeln) für die statische Grundeinstellung eigentlich genial. Wenn es dann noch nicht passt kann man natürlich mit Messuhren am "lebenden Objekt" nachjustieren.

Peter

Markus_H

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Re: Synchronisation
« Antwort #8 am: 17 März 2016, 17:53:55 »
Ja, als Grundeinstellung werde ich das mal versuchen.
Bin gespannt, leider habe ich im Moment keine Zeit zum Schrauben........
Gut das alle Federn gleich lang sind, macht die Sache einfacher ;-)

Bernd

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Re: Synchronisation
« Antwort #9 am: 18 März 2016, 20:23:31 »
Moin Markus,
da Du die Vergaser zerlegt und gereinigt hast eine Frage,sind die kleine O-Ringe der Leerlaufgemischregulierschrauben in Ordnung/vorhanden?Diese werden leicht übersehen,das Leerlaufgemisch wird durch Falschluft zu mager,der Motor läuft unrund!
2tes Problem sind die Chokerkolben(Kunststoffverschraubung seitlich),hier kann die Gummidichtung einschlagen,kann einfach umgedreht werden.
Da Du vor Einbau grundeingestellt hast und der Motor anspringt und läuft würd ich diese nicht wieder ausbauen sondern syncronisieren.Hierbei ist ein biegsamer Schlauchschellendreher 7mm hilfreich,damit kommst Du an alle 3 Einstellschrauben.Nach jedem Einstellschritt sollte bei abgestellten Motor der Gasgriff aufgedreht und zurückschnellen lassen,dadurch "setzt" sich die Stellschraube.Die unruhig anzeigenden Uhren lassen sich über die Rändelschrauben am Schlauchanschluß beruhigen.Klappt das nicht,muß der O-Ring in dieser Verschraubung erneuert werden(bei Böhm oder Louis).
So,nun mal frohes Einstellen............
Gruß Bernd

Markus_H

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Re: Synchronisation
« Antwort #10 am: 21 März 2016, 13:30:48 »
Hallo Bernd,
alle O-Ringe wurden getauscht. Habe mich entschlossen die Gaser nochmal auszubauen und zu checken. Schaue mir dann auch nochmal die Chokekolben inkl. Dichtung an.
Grundsätzlich lief die Maschine eigentlich gut, vermute das ich einfach zu viel daran rumverstellt habe. Die Geduld beim Synchronisieren ist nicht meine Stärke. Da die Gaser komplett auseinander gebaut waren kann es ja durchaus sein, das beim Zusammenbau etwas schief gelaufen ist.
Kann es sein das man bei den R-Modellen der ersten Baureihe wesentlich besser an die Einstellschraube für die beiden vorderen Vergaser dran kommt? Habe zusätzlich noch das Thermostatgehäuse abgeschraubt um etwas mehr Platz zu schaffen. Die eigentliche Verstellung der Einstellschraube funktionierte nur bei Motor aus, Gaszug leicht geöffnet. Somit kommt man wesentlich besser an die Schraube heran. Umständlich, aber auch ein Weg.......
Danke für alle Tipps!!!!!
Werde weiterhin berichten!

Bernd

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Re: Synchronisation
« Antwort #11 am: 21 März 2016, 20:58:51 »
Moin Markus,
da der Motor recht gut lief,hast Du vermutlich nichts falsch gemacht(Schwimmerstand und Gemischregulierschraubengrundeinstellung stimmen?)Dein Problem ist vermutlich die Syncronisierung,zugegeben eine böse Fummelei! Ohne Geduld und warmen Fingern geht's nicht!
Nochmal,7mm Schlauchschellendreher ist hilfreich.Ich hab den originalen Leerlaufeinsteller mit einer 7mm Nuß verschraubt,geht noch besser
zum Thema Pitting später mehr.
Gruß Bernd

Markus_H

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Re: Synchronisation
« Antwort #12 am: 24 April 2016, 21:12:21 »
so........habe es endlich geschafft den Vergaser nochmals abzubauen/kontrollieren/einzubauen.
Die Drosselklappen hinten waren augenscheinlich stark verstellt im Vergleich zu den vorderen. Bei den hinteren war das Umgehungsloch nicht mehr zu sehen. Hab dann nochmals eine Grundeinstellung vorgenommen, so das alle Drosselklappen am Rand der Umgehungslöcher sind. Dann wieder die Fummelei den Vergaser richtig einzusetzen (Kampf mit den Ansauggummis)
Leider konnte ich noch keinen Probelauf durchführen, berichte aber wieder!
Hab die Gelegenheit genutzt, dabei mal mit der Endoskopkamera die Ventile anzuschauen. Alle waren gut (siehe Bild) bis auf ein Paar (ebenfalls Bild).
Ist das Ölkohle? Schlimm? Oder etwas anderes?

Daaaanke!

Nobby

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Re: Synchronisation
« Antwort #13 am: 26 April 2016, 12:38:55 »
Hallo Markus.Mess einfach mal die Kompression.Wenn die stimmt freiblasen.Gruß Nobby

Markus_H

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Re: Synchronisation
« Antwort #14 am: 01 Mai 2016, 18:40:20 »
it works  ;D
« Letzte Änderung: 01 Mai 2016, 18:44:26 von Markus_H »